Heiko Wolz: Allein unter Superhelden

Serie: allein unter superheldenDie Superhelden-Reihe 1
Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München, 2013

Gebunden, Kinderbuch/Superhelden/Abenteuer, 160 Seiten, 12,95 EUR
Covermotiv und Zeichnungen: Anke Kuhl

www.dtv-kinderbuch.de

www.facebook.com/heikowolz

www.laborproben.de

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„Es scheint ein Naturgesetz zu sein, dass Superhelden nicht nur über Superkräfte verfügen, sondern auch super aussehen. Immer.
Mir dagegen schwappt der Schweiß aus den Schuhen. Bei jedem Schritt hinterlasse ich einen kleinen Tümpel auf dem Pflaster.“

STORY

Leon ist das einzige Kind ohne Superkräfte im Viertel der Superhelden. Doch Leon lässt die Kapriolen seiner Superheldenfamilie stoisch über sich ergehen und könnte ganz gut damit leben, sich nicht in einen hautengen Gummianzug quetschen und jeden Tag  die Welt retten oder Superverbrecher fangen zu müssen, würden das seine Eltern The Ray und Ice Madam ebenso sehen. Wie gerufen flattert da ein Flyer von Dr. Schröders (der schnellste Mann der Welt) Superheldenprivatschule herein. Selbstredend sind alle Mitschüler Pauls dort ebenfalls Superheldenkinder, denen lediglich noch der letzte Schliff fehlt, so dass Paul mit seinen nicht vorhandenen Superkräften schnell zum Ziel von Spott und Gemeinheiten wird. Lediglich Marie/Solar ärgert ihn nicht, was hier schon fast so etwas wie Zuneigung bedeutet.

Doch etwas geht auf der Schule nicht mit rechten Dingen zu und Leon ist der einzige, der – fast zu spät – erkennt, dass Dr. Schröder einen schändlichen Plan verfolgt, den er auf dem Schulfest in die Tat umsetzen will.

 „Marie und ich drücken uns an The Rock vorbei. Capes klatschen mir ins Gesicht, ständig quietschen Gummihandschuhe, wenn ein Held seien Faust ballt, um über eine grandiose Heldentat zu berichten.“

MEINUNG

Auch wenn Paul inmitten von Superhelden lebt, könnte es doch ein ganz normaler Teenagerroman sein, den Heiko Wolz hier verfasst hat. Wie die meisten Heranwachsenden muss sich Leon seinen eigenen Weg und seine eigene Identität zwischen erwartungsvollen Eltern, nervigen Klassenraudis und netten, wenn auch zickigen, Mitschülerinnen finden. Dass dies alles inmitten von Superhelden stattfindet, sorgt natürlich für ganz erhebliches Komödienpotenzial. Etwa wenn sich Leon selbst als Superheld „Der Schatten“ (da ihn niemand zu bemerken scheint, glaubt er, DAS wäre seine Superkraft) versucht. Außerdem ist da, ganz Helden-like, sein nahezu blinder Sidekick-Kumpel Paul, der mit seinen Ratschlägen ebenfalls für einige Lacher sorgt. Diese skurrile Komik ist eigentlich der Hauptgrund, ALLEINE UNTER SUPERHELDEN zu lesen. Dass der Rektor der Superheldenschule plant, alle Superhelden zu fangen, um sich an ihnen zu rächen, ist dann eher die vorhersehbare Pflicht, die der Kür folgt.

FAZIT

Das Buch richtet sich an Kinder, vorwiegend Jungs, die sich ebenso wie Leon im ersten Teenageralter befinden. Diese bekommen eine flotte und lustige Story geboten, die allerdings gegen Ende etwas bemüht und gestreckt wirkt. Aufgelockert wird der Roman durch die Bilder (je ¼-½ Seite groß) von Eulenspiegel-Bilderbuchpreis- und Jugendliteraturpreis-Trägerin Anke Kuhl, die die jeweiligen Situationen den Romans illustrieren.

Für ein Jugendbuch ist Alleine unter Superhelden recht edel ausgestattet: Schönes, stabiles Hardcover, veredelt mit einem dunkelgelben Vorsatzblatt.

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