Shinobu Kaitani: Liar Game 2

Originaltitel: Liar Game 2, Shueisha, Tokio, 2005Liar Game 2
Egmont Manga & Anime (EMA), Köln, 01.06.2013
Taschenbuch, s/w, 4 Farbseiten, Manga/Thriller/Mystery/Shounen/Seinen, ISBN: 978-3-770-47927-6, 224 Seiten, 7,50 EUR
Aus dem Japanischen von Claudia Peter

http://www.manganet.de

STORY

Die zweite Runde des „Liar Game“ versammelt 24 Gewinner aus Runde 1 in einer Villa. Anstelle eines tatsächlichen Runde 1-Gewinners, gelingt es auch Shinichi an Runde 2 teilzunehmen, um Nao zu helfen. Diese Runde soll nach dem Minderheitenprinzip ablaufen. Ein Teilnehmer stellt eine Frage oder eine Behauptung auf, die von allen Spielern mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden soll. Gewinner und damit weiter sind jeweils die Zugehörigen der Gruppe mit den wenigeren Stimmen. Dabei geht es nicht um die wahrheitsgemäße Beantwortung der Fragen, alleine um die Anzahl der Stimmen. Um zu gewinnen schlägt Shinichi vor, mit einigen der Teilnehmer ein Team zu bilden und so zu stimmen, dass am Ende der Gewinner zwangsläufig aus diesem Team hervorgeht. Doch es gibt eine Unwägbarkeit: Außer Shinichi hat sich ein weiterer Spieler in diese Runde eingeschmuggelt.

MEINUNG

In Runde 2 des „Liar Game“ müssen Nao und Shinici auf begrenztem Raum gegen gleich 22 Mitspieler antreten. Ziemlich bald wird klar, dass der Hinweis der Spielleitung, die Zeit zur Beantwortung der Fragen sinnvoll zu nutzen nur bedeuten kann, die Antworten abzusprechen, so dass der Sieger aus einer bestimmten Gruppe SpielerInnen hervorgeht und dieser die Verlierer seiner Gruppe anschließend auszahlt. Doch können Nao und Shinichi ihren Teammitgliedern vollständig vertrauen? Schließlich ist das „Liar Game“ so konzipiert, dass Lügner und Trickser die besten Gewinnchancen haben.

Mit diesem neuen Spiel ist auch die Ausgangsituation für Nao und Shinichi vollkommen neu und es müssen neue Strategien entwickelt und Eventualitäten bedacht werden. So bleibt die Serie mit ihrer Mischung aus Logik und Psychologie insgesamt spannend. Wie schon in Band 1 stellen sich innerhalb des Kapitels dennoch   einige Wiederholungseffekte ein, etwa wenn mehrmals das „wenn-dann“ einzelner Aktionen abgewogen wird. Unglücklicherweise entwickeln sich weder Nao noch Shinichi bedeutend weiter, so dass die beiden Hauptprotagonisten für den Leser weiterhin auf Abstand bleiben. So gestaltet sich Liar Game nach wie vor hauptsächlich über die Ebene des Spiels spannend.

Die grafische Umsetzung ist wie schon in Band 1 sehr einfach gehalten. Die Mimik der Figuren ist teilweise stark überzeichnet.

FAZIT

Runde 2 des „Liar Game“ bietet mehr Gegner und andere Spielregeln und Unwägbarkeiten. Man vermisst allerdings die Figurenentwicklung.

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