Levin Kurio, Bernd Frenz, Marte Kurio-Deiterding: Horror Schocker 33 – Die letzte Runde

hs33Weissblechcomics, Raisdorf, August 2013
Heftformat, Comic, Horror, ISSN 1860-983X, 36 Seiten, 3,90 EUR
Zeichnungen : Levin Kurio, Martin Udovicic, Carsten Dörr
Coverzeichnung von Carsten Dörr

https://weissblechcomics.com

 

Die Toten, die auf eine Überfahrt über den Styx warten, vertreiben sich die Zeit im Spiel, und Caron erzählt derweil die Geschichten seiner jüngsten Passagiere:

„Oink! Oink! Oink!“

Neben unzähligen anderen steht auch Schweinemastbetriebsleiter Peter Iggler unter dem massiven Preisdruck der Fleischindustrie. Da läutet eines Tages ein Doktor Sagino an seiner Tür, im Gepäck die Gratisprobe eines neuartigen Hormons, dass besseres Fleisch in kürzerer Zeit verspricht. Iggler lässt die Probe analysieren und das Präparat kopieren. Als Sagino ihn zur Rede stellt, geschieht ein unvorhersehbarer Unfall.

Die letzte Runde

Ein neuer Spielleiter sorgt nicht nur für frischen Wind in der Rollenspielgruppe von Rainer, Caudia und Klaus, er versetzt die Spieler im wahrsten Wortsinne in eine Fantasy-Welt voller tödlicher Gefahren.

Das Jubiläum

Woche für Woche klappert Udo Kleinkrämer mit seinem fahrenden Gemischtwarenladen die entlegensten Dörfer ab. Für viele der älteren Einwohner dort die einzige Chance sich zu versorgen und einen kleinen Plausch zu halten. So wundert es nicht, dass Udo von einigen als Freund angesehen wird. So wird er sogar von den letzten beiden Bewohnern von Klecksin, dem Ehepaar Heinz und Lotte, zu ihrer goldenen Hochzeit eingeladen. Etwas erstaunt ist er jedoch über die Menge der bestellten Lebensmittel für die Feier.

MEINUNG

Von den neuen „Hammerharten Horrorschockern“ fällt zunächst das Cover von Carsten Dörr auf, das – als Bebilderung der Geschichte DIE LETZTE RUNDE – sehr fantasymäßig daherkommt und so den einen oder andern Stammleser enttäuschen könnte. Auf den zweiten Blick funktioniert das Motiv dann doch recht gut. Die zugehörige Geschichte von Gastautor Bernd Frenz (DAS BLUT DER NIBELUNGEN) erweist sich ebenfalls als sehr gut geschrieben, wenn auch aufgrund der notwendigen Kürze reichlich überhastet.

In „OINK! OINK! OINK!“ von Verlagschef Levin Kurio (als Texter und Zeichner in Personalunion) bekommt ein gnaden- und herzloser Mastbetriebsbesitzer, der über Leichen geht, den Horror seiner Schweinezuchtmethoden am eigenen Leib zu spüren.

Das Highlight hier und zugleich ein bitterer Kommentar über Landflucht und die damit einhergehende Vereinsamung der zurückbleibenden alten Menschen ist DAS JUBILÄUM nach einer Idee von Marte Kurio-Deiterding, umgesetzt von Levin Kurio. Als Leser ist man hier ähnlich geschockt wie Udo Kleinkrämer selbst.

FAZIT

Wieder eine gelungene Sammlung von Kurzschockern verschiedenster Art, die schwarzen Humor, Action und Drama bieten.

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