Bring me the Head of the Machine Gun Woman

WRIBGCgOriginaltitel: Tráiganme la cabeza de la mujer metralleta
LatinXploitation, Ronnoc Entertainment, Chile, 2012
Clear Vision im Vertrieb von Alive AG, 25. Oktober 2013
1 DVD im Amary Case, Thriller/Action/Trash, EAN: 5021123153201, ca. 73 Min.
Sprache/Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 2.0), Spanisch (Dolby Digital 5.1), Untertitel: Englisch, Französisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Niederländisch, Finnisch
Bildformat:  16:9 – 1.77:1
Altersfreigabe/FSK: Keine Jugendfreigabe
Regie & Drehbuch : Ernesto Díaz Espinoza
Darsteller: Fernanda Urrejola, Eric Kleinsteuber, Matías Oviedo
Musik: Rocco
http://www.alive-ag.de
http://www.cinechile.cl/pelicula-2243

STORY
Santiago, der DJ vom Tango Club, belauscht zufällig ein Gespräch des Clubbesitzers Don Che mit seinen Männern, in dem er ein Kopfgeld auf die Killerin „Machine Gun Woman“ aussetzt. Der Zuhörer wird entdeckt und muss Don Che versprechen, die Killerin innerhalb von 24h zu finden und ihm auszuliefern. Bei der Machine Gun Woman handelt es sich um Don Ches Ex, die Santiago bereits im Tango Club aus der Ferne angehimmelt hat. Tatsächlich gelingt es ihm, sich Schritt für Schritt der Killerin zu nähern, stets verfolgt von Don Ches Männern. Doch Santiago schafft es, die romantische Ader der Machnine Gun Woman zu wecken und sie rettet ihm sogar das Leben. Gemeinsam planen sie, Don Che zu töten.

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MEINUNG
Dem chilenischen Regisseur Ernesto Díaz Espinoza gelingt hier bravourös, was viele Hollywood-Regisseure (zu) krampfhaft versuchen. Eine aus der Hüfte geschossene Grindhouse-Granate, die mit Mini Budget alle MACHETES und SHOTGUN-HOBOS aus Hollywood mit Schwung abwatscht. Wie nicht anders zu erwarten ist die Story dabei im Großen und Ganzen so durchsichtig wie die Netzstrümpfe der Hauptdarstellerin. Die Präsentation dagegen ist so genial gaga, dass es eine wahre Freude ist und die Frage, ob der Schmuddellook des Films beabsichtigt oder dem schmalen Budget geschuldet ist, stellt sich damit gar nicht mehr. Der sleazige Bontempi-Score von Rocco tut ein Übriges, damit sich der geneigte Zuschauer so richtig behaglich fühlt.

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Als grobes Vorbild der Story dient das Kultspiel GRAND THEFT AUTO. So ist Santiagos Jagd nach der Machine Gun Woman in einzelne Missionen eingeteilt, die entweder erfüllt oder gescheitert sind. Auch die Gegner werden jeweils mit kurzem Standbild und eingeblendetem Kopfgeld vorgestellt. Obwohl die Geschichte dermaßen überzeichnet und (absichtlich) klischeebeladen ist, gibt Espinoza seine Protagonisten nie der Lächerlichkeit preis. So ist Santiago tatsächlich ein ernsthafter romantischer Held, der das gestrauchelte Bad Girl letztendlich sogar durch sein Opfer erlösen will.

Ernesto Díaz Espinoza gilt als neue chilenische Regiehoffnung und die Chuzpe, die er hier an den Tag legt gibt den Kritikern recht. Nach Deutschland haben es auf DVD bisher seine Filme MANDRILL und MIRAGE MAN (als MIRAGE MAN KICKS ASS) geschafft. Die Darsteller sind außerhalb Südamerikas so gut wie unbekannt. Fernanda Urrejola hat sich hiermit als eiskalte Fetischhexe jedoch bereits in die Herzen der männlichen Zuschauer gespielt.

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FAZIT
Großartige und megasexy Grindhouse-Granate aus Chile, die die bemühten Kollegen aus Hollywood mühelos in den Schatten stellt.

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