David Finch, Paul Jenkins, Joe Harris, Judd Winick: Batman – The Dark Knight Paperback 1: Das Höllenserum

BATMANTHEDARKKNIGHTPAPERBACK1DASHD6LLENSERUMSOFTCOVER_SC_411Enthält: Batman – The Dark Knight 1-9 (Schrecken der Nacht, Blutsturz, Fang mich, wenn du kannst, Willkommen im Dschungel, Eine Handvoll Staub, Lauf, Häschen, lauf, Der letzte Vorhang, Der Wahnsinn, „Mich bricht nichts mehr“
Originaltitel: Batman – The dark Knight 1-9 (Knight terrors, A rush of blood, Catch me if you can, Welcome to the Jungle, Handful of dust, Run rabbit run, The final curtain, The madness, I can no longer be broken
DC-Comics, USA, November 2011 – Juli 2012
Paninicomics, Stuttgart, 13. August 2013
Paperback, Superhelden/Action/Thriller, ISBN: 978-3-86201-686-0, 212 Seiten, 16,99 EUR
Zeichner: David Finch, Ed Benes
Covermotiv: David Finch & Richard Friend
Aus dem Amerikanischen von: Steve Kups

https://www.paninicomics.de

http://www.dfinchartist.com/

http://www.frumpy.com/

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STORY

Direkt nach einer flammenden Rede zur Wiederbelebung Gothams wird Bruce Wayne als Batman im Arkham Asylum gebraucht. Die Insassen sind aus ihren Zellen ausgebrochen und drohen aus der Anstalt zu entkommen. Batman steht plötzlich einem grotesk muskelbepackten Two-Face gegenüber. Offenbar ist ein Serum dafür verantwortlich, mit dem an dem Arkham-Insassen experimentiert wurde und das in seiner grundsätzlichen Struktur an Scarecrows Angstgas erinnert, nur mit umgekehrter, angstlösender Wirkung. Auf der Spur der Vogelscheuche trifft Batman nicht nur auf weitere veränderte Schurken, die aus Arkham entkommen konnten, sondern auch immer wieder auf eine Frau im Kaninchenkostüm, die sich „White Rabbit“ nennt. (#1-7)

Die Fahrgäste einer U-Bahn haben sich offenbar in wilder Raserei selbst getötet. Batman vermutet den Auslöser der Tat in den alten U-Bahn-Schächten Gothams. (#8)

Ein Talon vom Rat der Eulen verübt einen Anschlag auf den Bürgermeisterkandidaten Lincoln March. Diesem gelingt es, dem Angreifer eine Kugel in den Kopf zu schießen. In diesen Augenblick en erinnert sich der Talon an sein Leben, seine Ausbildung in Halys Zirkus, an die Aufträge, die er für den Rat der Eulen ausgeführt hat und an sein Zusammentreffen mit Batman (#9)

MEINUNG

Die Serie BATMAN – THE DARK KNIGHT, die eigens für Autor und Zeichner David Finch konzipiert wurde, startete bereits kurz vor „New 52“. Im Zuge dieses allgemeinen DC-Relaunches wurde jedoch auch TDK mit einer neuen Ausgabe 1 gestartet, zumal sich angeblich redaktionelle Deadlines für David Finch als unhaltbar erwiesen haben und es das Beste war, einen Schnitt zu machen. Die neue TDK-Serie hat nun Paul Jenkins als Co-Autor an Bord, so dass sich Finch überwiegend auf die Zeichnungen konzentrieren kann. Die fünf Prä-New 52 Ausgaben sind auf Deutsch in DC PREMIUM 79: BATMAN – THE DARK KNIGHT: DUNKLE DÄMMERUNG gesammelt.

Zu Beginn von DAS HÖLLENSERUM steht also wieder alles auf Anfang und Batman bekommt es gleich mit einem Ereignis zu tun, das ihn an seine Grenzen führen wird. Drei Dutzend Arkham-Insassen brechen aus der Irrenanstalt aus. Vollgepumpt mit einer angstlösenden Droge, die sie darüber hinaus in wahre Muskelberge a la Bane verwandelt. Das GCPD hat dem nur wenig entgegen zu setzen und auch Batman ist sich bewusst, dass er nicht gegen jeden dieser Fleischberge antreten kann. Er muss die Quelle des Giftes und eine Gegenmittel finden. Dies gestaltet sich in Art einer Schnitzeljagd, so dass die DAS HÖLLENSERUM-Story, die sich über sieben Heftausgeben erstreckt, wie ein Who is Who der Bat-Gegner liest und dazu auch noch Gastauftritte von Flash, Wonder Woman und Superman bietet. Deutlich zeigt sich die „rettende“ Hand von Schreibroutinier Paul Jenkins (HELLBLAZER, DARKNESS), der die Geschichte trotz einiger unnötiger Schleifen so temporeich herunter reißt, dass niemals Langeweile aufkommt. Sein Markenzeichen ist ein vordergründiger beißender Zynismus sowie die Selbstzweifel und inneren Ängste der „Helden“, die er auch zu TDK mitgebracht hat.

Parallel zu Batmans Suche nach der Quelle des verhängnisvollen Serums bekommt es Jim Gordon mit der internen Abteilung in Gestalt von Jack Forbes zu tun, der ihm das Leben schwer macht. Dies bietet einen realistischen Gegenpol zu Batmans Abenteuer bietet. Mit White Rabbit hat nach dem verrückten Hutmacher und Tweedle Dee und Tweedle Dum eine weitere Figur aus „Alice im Wunderland“ Eingang ins Bat-Universum gefunden, deren Identität bestimmt noch einiges Kopfzerbrechen für Bruce Wayne bedeutet.

Die Nummern 1-7 bieten damit einen grandiosen Einstand in die neue Serie. David Finchs düstere Zeichnungen passen perfekt zu Jenkins Erzählweise und liefern Material für so einige Splashpages, die Batman schwer in Action zeigen.

Die storytechnisch allein stehende #8 von Autor Joe Harris und Gastzeichner Ed Benes kann dagegen eigentlich nur abfallen und wirkt wie ein Lückenfüller. #9 schließlich fügt sich – unabhängig von der herausragenden Qualität der Story von Gastautor Judd Winick (CATWOMAN, BATWING) – überhaupt nicht in den übergreifenden Handlungsablauf, denn diese Episode gehört zum serienübergreifenden Bat-Spektakel „Die Nacht der Eulen“ und ist aus dem Gesamtkontext dieses Events gerissen, schlicht unverständlich. Darauf hätte man in diesem Sammelband sogar leicht verzichten können. Ansonsten ist die Idee dieser Paperbacks, die nochmals die Geschichten aus den Monatsheften in zusammengefasster Form präsentieren, durchaus zu begrüßen. Wie bei den Megabänden hat man hier die Möglichkeit, eine Story (nochmals) am Stück und ohne die Zweitserie aus den Monatsheften konzentriert zu goutieren.

FAZIT

Eine temporeiche Story, die kaum Zeit lässt, um Luft zu holen. Ein zynischer Held voller Selbstzweifel und die großartigen Zeichnungen von David Finch machen den BATMAN – THE DARK KNIGHT-Neustart zu einem großartigen Event.

Panini-Comics-logo

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