Terror in Tokio, Vol. 1

Terror_in_Tokio_Vol_1_Limited_Special_Edition_DVD_Standard_888750152794_2D.600x600Folgen: 01. Falling / 02. Call & Response / 03. Search & Destroy / 04. Break Through / 05. Hide & Seek / 06. Ready or Not
Original Titel: Zankyou no Terror, Englischer Titel: Terror in Resonance
Aniplex, Fuji Television Network, Mappa, Japan, 2014
Universum Film, Label: Universum ANIME, München, 29. Mai 2015
1 DVD im Amaray Case, O-Card, hriller/Anime/Drama, ca. 131 Min., 24,99 EUR
Bildformat: 1,78:1 (16:9 anamorph)
Sprachen/Tonformat: Deutsch, Japanisch, DD 2.0, Untertitel: Deutsch
Regie: Shinichirô Watanabe
Charakterdesign: Kazuto Nakazawa
Synchronsprecher: Dirk Petrick, Anja Stadlober, Julius Jellinek, Lisa May-Mitsching, Thomas Schmuckert
Extras: Booklet (44 Seiten), Textless Opening and Ending
www.universumanime.de
http://www.universum-film.de/

STORY
Die beiden Jugendlichen Arata „Nine“ Kokonoe und Touji „Twelve“ Hisami sind nicht nur die harmlosen neuen Austauschschüler an einer Tokioter High-School, für die sie sich vordergründig ausgeben. Hinter Masken versteckt agieren Sie gemeinsam als „Sphinx“ und bereiten Terroranschläge in der Millionenmetropole vor. Vor den Anschlägen stellen Sphinx jedoch YouTube-Videos online, in denen sie ihren Zuschauern Rätsel aufgeben, deren Auflösung zu ihrem jeweils nächsten Anschlagsziel führt. Aufgrund seiner überragenden Allgemeinbildung gelingt es dem Polizisten Shibasaki Kenjiro, die Rätsel zu lösen, so dass die Bomben stets vor dem avisierten Detonationszeitpunkt gefunden werden können und nie jemand ernsthaft zu Schaden kommt. Offenbar ist es nicht das Ziel von Sphinx, tatsächlich Menschen zu töten, sondern lediglich, Aufmerksamkeit zu erregen. Die Motivation für die Terroraktionen scheint in der Vergangenheit von Arata und Touji zu liegen, die ihre Kindheit gemeinsam mit anderen Kindern in einer staatlichen Forschungseinrichtung, der „Institution“, verbracht haben, aus der sie irgendwann fliehen konnten.

Die Terroraktionen und die Hilflosigkeit der Tokioter Polizei rufen bald das FBI auf den Plan, das auf die Unterstützung von „Five“ baut, die ihre Kindheit ebenfalls mit Arata und Touji in der „Institution“ verbracht hat und nun im Auftrag der Regierung handelt.

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MEINUNG
Was nach dem Prolog sehr schnell auffällt, ist die hervorragenden Charakterisierung der Figuren. Der kühle Arata und der verspielte Touji könnten unterschiedlicher nicht sein, offenbaren aber unterschwellig eine enge Verbundenheit und gegenseitiges Vertrauen, ohne dass die explizit erwähnt wird. Auch Shibasaki Kenjiro gefällt, auch wenn man eine solche Figur im Grunde aus jedem zweiten Krimi kennt. Er ist der integre und überlegte Bulle, der durch eine unliebsame Ermittlung bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen. Eine coole Sau, die nichts mehr zu verlieren hat und für die der Fall „Sphinx“ eine Chance bedeutet, wieder als ernsthafter Ermittler arbeiten zu können. Wie es sich gehört, entwickelt Shibasaki, ganz im Gegensatz zu seinen Vorgesetzten, mit der Zeit ein gewisses Verständnis für die Attentäter und ahnt, dass mehr hinter den Anschlägen steckt, als es zunächst scheint.

Als weiteres Element, das für leichte Spannungen zwischen Arata und Touji sorgt, kommt deren Mitschülerin Lisa Mishima ins Spiel. Allgemein unbeliebt aufgrund ihrer Schüchternheit und ihres problematischen Elternhauses, entdeckt sie zufällig, dass die beiden hinter Sphinx stecken. Lisa behält dieses Wissen nicht nur für sich, sie unterstützt die beiden auch noch, wie es ihr auf ziemlich tollpatschige Weise möglich ist.

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Mit diesen Zutaten bietet TERROR IN TOKIO ein Thrillerszenario, das sich zwar bekannter Standards bedient, diese jedoch teils überraschend variiert und den Zuschauer so bei der Stange hält. Durch die hier noch begrenzten Rückblicke in die rätselhafte Vergangenheit von Five und Twelve und durch das Zusammentreffen mit ihrer Kindheitsgefährtin Five, schleicht sich überdies ein willkommenes Mystery-Element in die Serie, das eine zweite Spannungsebene eröffnet. Hier haben auch die Nummern ihren Ursprung, mit denen sich die Figuren gegenseitig ansprechen.

Dass man hier trotz der grundsätzlich straffen Erzählweise eine Serie und keinen Film vor sich hat, bemerkt man an einigen Situationen die kreiert wurden, um unsere “Helden” in Bedrängnis zu bringen, die sich am Ende aber als Sturm im Wasserglas entpuppen. Am Stück betrachtet, stellt sich an einigen Stellen außerdem ein leichtes Déjà-vu-Gefühl ein.

Auch produktionstechnisch geht der Anime absolut in Ordnung. Die Zeichnungen sind sauber, die „Kameraführung“ szenenweise sogar außergewöhnlich dynamisch.

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FAZIT
TERROR IN TOKIO VOL. 1 bietet die ersten sechs Folgen dieser glänzenden Thrillerserie, die mit hervorragender Charakterzeichnung und einigen überraschenden Wendungen punktet.

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