Kill Command – Die Zukunft ist unbesiegbar

KillCommand_DVD_C_7.inddOriginaltitel: Kill Command
Vertigo Films, Großbritannien, 2016
Universum Film/Universum Spielfilm, München, 03.
Juni 2016
1 DVD im Amaray Case, Thriller/Action/Science Fiction, ca. 97 Min., gesehen 06/2016 für 12,99 EUR
Altersfreigabe/FSK: 16
Bildformat: 2,40:1 (16:9 letterboxed)
Sprachen/Tonformat: Deutsch, Englisch DD 5.1, Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Regie & Drehbuch: Steve Gomez
Darsteller: Vanessa Kirby, Thure Lindhardt, David Ajala, Tom McKay
Musik: Stephen Hilton

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STORY
Kathy Mills, Angestellte beim Rüstungskonzern Harbinger ist seit ihrer Kindheit mit Implantaten künstlich „aufgerüstet“. Sie erhält den Auftrag, gemeinsam mit einer Gruppe Soldaten auf einem Trainingsgelände der Firma die neuste Generation von Kampfrobotern zu testen, die menschliche Truppen irgendwann überflüssig machen sollen. Keiner von ihnen weiß jedoch, dass es sich bei den Testobjekten um die neuste Generation lernender Maschinen handelt, die ihre menschlichen Gegner immer wieder angreifen und in die Enge treiben, um ihr Verhalten zu studieren und zu kopieren. Um möglichst realistische Ergebnisse zu erzielen setzt Harbinger scharfer Munition ein.

Kill Command_szene 1
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MEINUNG
Mit KILL COMMAND hat man einen knackigen B-Actioner im Player, der mehr bietet, als man auf den ersten Blick erwartet. Gespart wurde zwar sichtlich, was den Handlungsschauplatz angeht, doch in anderen Aspekten ist der Film durchaus überzeugend. Nach einigen gelungenen Einstiegsszenen, die auch schon die Protagonisten gut und prägnant charakterisieren, ist man zusammen mit der Kampdtruppe schon auf dem Trainingsgelände angekommen, das lediglich aus einem mitteldichten Wald sowie den Ruinen eines wohl ehemaligen Wohnkomplexes besteht. Das könnte überall in Osteuropa gedreht worden sein. Überzeugende Schauwerte können allerdings die verschiedenen Arten Roboter für sich verbuchen, die erstklassig getrickst sind. Die Neuankömmlinge werden schon kurz nach ihrem Eintreffen von insektenartig agierenden Drohnen „gemustert“, denen mittelgroße, spinnenartige Maschinen folgen. Als Höhepunkt kommt so etwas wie ein hochentwickelter „Alpha-Roboter“ ins Spiel, der tatsächlich die überlegene Bedrohlichkeit eines Raubtiers ausstrahlt.

Kill Command_szene 3
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Zu der Erkenntnis, dass der Trupp lediglich als Kanonenfutter dienen soll und es nun ums reine Überleben geht, addieren sich Spannungen im Team. Die Soldaten misstrauen der Technikerin Mills, die dank ihrer Implantate alle Informationen über ihre Mitmenschen abrufen kann und die von den Maschinen als „eine von ihnen“ erkannt und nicht angegriffen wird. Ihre Fähigkeiten gehen sogar so weit, dass sie technische Geräte ohne physischen Kontakt „hacken“ und lahmlegen kann. Die Soldaten vermuten, dass Mills eingeweiht ist und sie nun zur sprichwörtlichen Schlachtbank führt. Auf das Klischee des hitzköpfigen und Sprüche-klopfenden Marines wird dabei dankenswerterweise verzichtet. Auch ein unüberschaubares Effektgewitter bleibt aus und tatsächlich bezieht KILL COMMAND seine Spannung gerade aus seinen ruhigen Szenen, in denen sich die Nervosität der Protagonisten auf den Zuschauer überträgt. Natürlich könnten die Maschinen ihre Gegner in zwei Minuten niedermähen, doch die Prämisse, dass die Maschinen aus dem Verhalten der Menschen lernen, machen die wiederholten Kampfunterbrechungen innerhalb der Filmlogik plausibel. Erheblichen Anteil an der inneren Glaubwürdigkeit des Films haben auch die Schauspieler, die ihre Rollen spürbar ernst nehmen und es dem Zuschauer ermöglichen, dieses Szenario zu akzeptieren. Nicht alle Akteure sind weithin bekannt, doch zumindest Leading Man Thure Lindhardt (BYZANTIUM, FAST & FURIOUS 6, DIE BRÜCKE – TRANSIT IN DEN TOD), der auch im deutschen Fernsehen aktiv ist, ist derzeit auf dem Weg, sich einen Namen zu machen. Ausgesprochen gut gefällt auch Vanessa Kirby (JUPITER ASCENDING, EVEREST) die ihre zwiespältige Figur perfekt verinnerlicht hat. Sie strahlt, ähnlich wie Olivia Thirby in DREDD, gleichzeitig Überlegenheit und unsichere Verletzlichkeit aus.

Auch die Regie unter Steve Gomez, der aus dem Special Effects-Bereich kommt, gefällt. Weder verliert er sich in optischen Kapriolen noch versucht er dem Film eine Bedeutung oder Botschaft unterzujubeln, die dieser einfach nicht tragen kann. Stattdessen überzeugt er damit, mit den vorhandenen Mitteln das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Ein Name, mit dem man durchaus weiter rechnen sollte.

Kill Command_szene 2
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FAZIT
KILL COMMAND ist ein in sich stimmiger Mensch-gegen-Maschine SF-Actioner aus der zweiten Reihe, der für einen kurzweiligen Abend allemal gut ist.

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