13 Sins

13-sins-coverOriginaltitel: 13 Sins
RADiUS-TWC, Dimension Films, IM Global, Automatik Entertainment, Little Magic Films, Sahamongkol Film International, USA, 2014
Koch Media GmbH, München, 09. Oktober 2014
1 DVD im Amaray Case, Thriller, EAN: 4020628898410, ca. 85 min
Sprachen/Tonformat: Deutsch, Englisch, DTS, Dolby Digital 5.1, Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1.85:1 (16:9)
Altersfreigabe/FSK: ab 16
Regie: Daniel Stamm
Drehbuch: Daniel Stamm, David Birke
Darsteller: Ron Perlman, Rutina Wesley, Mark Webber, Pruitt Taylor Vince, Stephanie Honoré, Devon Graye, Brittney Alger, Judd Lormand, Tom Bower, Donny Boaz, Beau Brasseaux, Michelle DeVito
Musik: Michael Wandmacher
Extras Audiokommentar mit Regisseur und Darstellern, Making of, Alternatives Ende, Entfallene Szene, Anatomy of a Meltdown
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STORY
Elliott Brindle (Mark Webber, SCOTT PILGRIM GEGEN DEN REST DER WELT, GREEN ROOM) steht kurz vor der Hochzeit mit seiner schwangeren Verlobten (Rutina Wesley), als er unerwartet seine Arbeit verliert. So sind aus heiterem Himmel seine Lebenspläne, wie auch die Pflege seines behinderten Bruders Michael (Devon Graye) in Frage gestellt. Ein geheimnisvoller Anrufer, der offenbar alles über Elliott weiß und jeden seiner Schritte beobachtet, verspricht einen Geldregen, der Elliotts Probleme ein für alle Mal lösen könnte. Dazu muss sich Elliott auf ein Spiel einlassen, bei dem es gilt 13 Aufgaben in einer vorgegebenen Zeit zu bewältigen. Für jede erfüllte Aufgabe erhält er eine gewisse Geldsumme, die sich von Aufgabe zu Aufgabe steigert; steigt Elliott jedoch vorzeitig aus dem Spiel aus, erhält er nichts. Die ersten Aufgaben sind unangenehm, erschienen allerdings harmlos. Von Mal zu Mal nimmt die moralische und gesetzliche Fragwürdigkeit der Aufgaben zu und schließlich wird auch die Polizei auf Elliotts Aktionen aufmerksam. Zum Aussteigen ist es jedoch zu spät, denn der geheimnisvolle Spielleiter hat Elliott längst völlig in der Hand.

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MEINUNG
Mit 13 SINS legt Blumhouse Productions ein Remake des thailändischen Films 13 BELOVED vor, das kaum besser ins Oeuvre der Produktionsgesellschaft passen könnte. Das heißt, der Zuschauer bekommt eine Story geboten, die man etwas schicker und teurer schon mal irgendwo gesehen hat (z.B. mit David Finchers THE GAME), jedoch hinreichend gut geschrieben und inszeniert ist, um beim Genrefan Interesse zu entwickeln und nicht zu langweilen. Hier werden Elliott Brindle Lebensumstände auf den Leib geschrieben, die wohl die meisten Zuschauer nachvollziehen können, was natürlich unschätzbar zur Identifikation mit diesem „Jedermann“ beiträgt. Wer ihn spielt, hier der etwas farblose und austauschbare Mark Webber, ist letztendlich egal.

Das Versprechen auf das große Geld lockt, auch wenn man ihm von Anfang an zurufen möchte: „Lass es, das nimmt kein gutes Ende!“. Eine gewisse Portion Vorhersehbarkeit gehört also auch zum Filmgenuss und heizt das voyeuristische Sehvergnügen an. Es kommt, wie es kommen muss; die Ekelschraube wird nach und nach angezogen, von moralischen Grenzen gar nicht zu reden, und man folgt unwillkürlich gebannt Elliotts (selbst)zerstörerischem Weg. Als unwägbares Element und Gefahr für Elliott kommt Ron Perlman (SONS OF ANARCHY) als undurchsichtiger Polizist ins Spiel, der sich auf die Spur des verzweifelten Amokläufers setzt.

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Als kleiner Subtext klingt zwischen den Zeilen noch durch, dass die anarchistischen Aktionen, zu denen Elliott gezwungen wird, für ihn durchaus etwas Befreiendes haben und er beginnt, die Adrenalinkicks zu genießen.

Als Regisseur hat sich Produzent Jason Blum den Deutschen Daniel Stamm geholt, der zuvor in Hollywood den kleinen Überraschungserfolg DER LETZTE EXORZISMUS abgeliefert hat, der von Eli Roth produziert wurde. Mit 13 SINS spielt er zwar nicht in der gleichen Liga wie beispielsweise Landsmann Robert Schwentke, doch empfiehlt er sich als verlässlicher Handwerker.

Unterm Strich ist 13 SINS eine typisch-solide Blumhouse-Produktion, die einen spannenden, wenn auch simplen Plot aufweist, ein gutes Tempo vorlegt und genügend Raum für Fortsetzungen bietet (mit der Andeutung, wie lange es dieses Spiel bereits gibt, sogar für ein Prequel). Die Schauspielerinnen und Schauspieler erfüllen ihren Job im darstellerischen Mittelfeld, nicht mehr aber auch nicht weniger.

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FAZIT
Kein ganz großes Kino aber ein solider kleiner und auch perfider Thriller. Durchaus kurzweilig und ansprechend für den Genrefan, der einige qualitative Abstriche vertragen kann, sich dafür aber gerne überraschen lässt.

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