Das Baumhaus – Betreten verboten

das-baumhaus_coverOriginaltitel: Treehouse
Aunt Max Entertainment, USA/Großbritannien, 2014
Tiberius Film GmbH, München, 14. April 2016
1 DVD im Amaray Case, Horror/Mystery/Thriller, EAN: 4041658120302,
ca. 96 Minuten, gesehen 10/2016 für 8,28 EUR
Altersfreigabe: FSK ab 18 (Keine Jugendfreigabe)
Sprache / Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS), Untertitel: Deutsch
Bild / Auflösung: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Regie: Michael Bartlett
Drehbuch: Alex Child, Miles Harrington
Darsteller: J. Michael Trautmann, Dana Melanie, Clint James, Daniel Fredrick
Musik: Richard Wells

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STORY
Wegen einiger verschwundener Kinder in der Umgebung wird in dem kleinen Dörfchen Westlake das Stadtfest abgesagt und eine allgemeine Ausgangssperre verhängt. Einige High-School-Schüler planen, sich trotzdem abends im Wald zu treffen und dort zu feiern. Die Brüder Crawford (Daniel Fredrick) und Killian (J. Michael Trautmann) treffen dort als erstes ein und wähnen sich von ihren Freunden versetzt als auch nach dem Einbruch der Dunkelheit niemand auftaucht. Stattdessen entdecken Sie im Schein ihrer Taschenlampen ein verstecktes Baumhaus, in dem sie die verstörte Elizabeth (Dana Melanie), eins der verschwundenen Mädchen, finden. Sie berichtet von drei Gestalten, die das Baumhaus belagern und die ihren kleinen Bruder verschleppt haben. Cameron beschließt, zurück in die Stadt zu fahren, um Hilfe zu holen, während Killian auf Elizabeth aufpassen soll. Als Cameron bei Tagesanbruch noch nicht zurück ist, wissen Elizabeth und Killian, dass sie auf sich alleine gestellt sind.

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MEINUNG
Regisseur und Drehbuchautoren verzichten auf eine klassische Exposition und steigen nach den Pre-Title-Szenen, die Elizabeths Entführung andeuten, ins alltägliche Kleinstadtgeschehen ein. Gleichzeitig werden Killian – als unsportlicher Prügelknabe seiner Klassenkameraden – und Cameron – als witziger, attraktiver und auch fürsorglicher großer Bruder – eingeführt. Nach und nach bekommt man mit, dass ein Schatten über Westlake liegt, der auf das unerklärlichen Verschwinden mehrerer Kinder und Jugendlicher, sowie auf einige ebenso rätselhaften Verstümmelungen von Wildtieren in der Umgebung zurück zu führen ist. So wird ohne großen Aufwand eine unterschwellig bedrohliche Atmosphäre erzeugt, die sich zuspitzt, als die Brüder das geheimnisvolle Baumhaus und darin die verschwundene Elizabeth finden. Draußen sind in der Dunkelheit nur bedrohliche Geräusche zu hören, Silhouetten und Bewegungen zu erahnen, während Elizabeth und Cameron die Nacht und den darauf folgenden Tag alleine in dem Baumhaus verbringen müssen. Als Zuschauer tappt man lange im Dunkeln, wovon die Bedrohung eigentlich ausgeht. Trotz des sichtbar schmalen Budgets wurden die Möglichkeiten dabei so gut wie möglich genutzt. Schicke oder extravagante Settings, Kamerafahrten und Effekte darf man nicht erwarten.

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Erst als den beiden klar wird, das auf Hilfe von außen nicht zu hoffen ist und sie sich entschließen, den Ausbruch zu wagen, wird konkret, wie der Film eigentlich einzusortieren ist. So erfindet DAS BAUMHAUS das Genre zwar nicht neu, erhält aber durch die geschickt offen gestaltete erste Hälfte eine interessante Gesamtwirkung. Die zweite Hälfte wandelt auf bekannten Genre-Pfaden, dies jedoch wirkungsvoll und mit stetig steigender Spannung. So erweist sich die gefühlte Zweiteilung als dankbarer Trick, um einzelne Szenen nicht über Gebühr strapazieren und strecken zu müssen, die das einfach nicht hergeben. Die allgemeine Figurenzeichnung ist sauber und unaufdringlich realisiert. Besonderes Augenmerk wird später auf Killian gelegt, der noch einige charakterbildende Rückblenden erhält, die dann auch sein späteres Handeln erklären. Darüber, ob für den Film eine FSK-Einstufung  ab 18, die am ehesten noch mit der letzten Filmszene gerechtfertigt werden kann, notwendig ist, kann man streiten.

Weder Regisseur Michael Bartlett (ZOMBIE DIARIES 1 + 2) noch die solide agierenden Darsteller verfügen bisher über eine umfangreiche Filmografie. J. Michael Trautmann ist in dem kleinen Thriller 96 MINUTES (ebenfalls bei Tiberius Film) aufgefallen und war wiederkehrend in SHAMELESS dabei.

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FAZIT
Rätselhafter Thriller, der trotz des sichtbar niedrigen Budgets überzeugt und in der zweiten Hälfte auf bekannte Backwoods-Horror-Pfade einschwenkt.

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