Nerve

nerve_coverOriginaltitel: Nerve
Allison Shearmur Productions, Keep Your Head, Lionsgate, Supermarché, USA, 2016
Studiocanal, Berlin, 19. Januar 2017
1 Blu-Ray Disc im Amaray Case, Thriller/Action, EAN 4006680078632, ca. 97 Min, gesehen 01/2017 für 14,90 EUR
Bild: 2,40:1 1080/24p Full HD
Sprachen/Ton: Deutsch 5.1 DTS-HD (Master Audio), Englisch 5.1 DTS-HD (Master Audio), Untertitel: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Henry Joost, Ariel Schulman
Drehbuch: Jessica Sharzer
Darsteller: Emma Roberts, Dave Franco, Kimiko Glenn, Miles Heizer, Juliette Lewis, Richard Colson Baker (Machine Gun Kelly)
Musik: Rob Simonsen
Nach dem Buch „Nerve – Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen“ von Jeanne Ryan

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STORY
Die Teilnehmer des Online-Spiels “Nerve” trennen sich in Player und Watcher. Wer sich als Player anmeldet, verpflichtet sich damit, diverse Aufgaben zu erfüllen, die ihm von der Community der Watcher gestellt werden. Damit können die Player in der Gunst der Watcher steigen, „Likes“ und „Follower“ einfahren und auch entsprechende Mengen Geld. Je höher die Player auf der Rangliste nach oben steigen, desto gewagter werden die Aufgaben und desto höher ist die Belohnung.

Nachdem die schüchterne Venus „Vee“ Delmonico (Emma Roberts, WIR SIND DIE MILLERS, AMERICAN HORROR STORY, SCREAM QUEENS) von ihrer besten Freundin bloßgestellt wurde, meldet sie sich im Affekt als Player bei Nerve an. Schon bei ihrer ersten Challenge, sie soll für fünf Sekunden einen Fremden küssen, lernt sie Ian (Dave Franco, DIE UNFASSBAREN) kennen, der ebenfalls ein Spieler ist. Die Dynamik der beiden kommt bei den Watchern so gut an, dass sie ihnen gemeinsame Aufgaben stellen, die immer riskanter werden und schließlich zu eskalieren drohen. Doch da befinden sich beide schon zu tief im Netz von „Nerve“ und es geht um Leben und Tod

NERVE
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MEINUNG
Wer den Thriller 13 SINS kennt, dem wird das Sujet reichlich bekannt vorkommen. Doch wo dieser erwachsener, brutaler und auch geheimnisvoller daherkam, ist NERVE komplett auf die Zielgruppe der Teenager zugeschnitten. Der Motor des Geschehens ist ins Internet verlagert und funktioniert nach dem hinreichend bekannten Prinzip der „Likes“ und „Dislikes“. Für Vee beginnt ihr Spiel als einigermaßen spaßige Angelegenheit inklusive Adrenalinkick. Das Gefühl, einmal über den eigenen Schatten zu springen, sich etwas trauen und dafür belohnt zu werden, versetzt sie in ungekannte Euphorie. Dazu fühlt sie sich bei dem attraktiven Ian sicher genug, auch weiterhin etwas zu riskieren.

Natürlich schleichen sich nach und nach einige Misstöne in diese Nacht der Mutproben ein. Da geht es um die Auswahl der Challenges, für die die Spielerdaten aus den sozialen Medien ausgewertet werden und die die Aufgaben immer gefährlicher machen; Spieler werden in direkte Konkurrenz gesetzt, um sich gegenseitig zu beeinflussen und schließlich scheint Ian nicht so harmlos zu sein, wie er sich gibt. Und auch andere Spieler würden für den Sieg und die damit verbundene Prämie buchstäblich über Leichen gehen. Dieses Grobkonstrukt funktioniert grundsätzlich sehr gut, über einige Aspekte der Story, die bei näherer Betrachtung haken und Fragen aufwerfen, muss man einfach großzügig hinweg sehen. Da der Film ein ganz ordentliches Tempo vorlegt, fällt dies nicht all zu schwer. Das Finale überschlägt sich dagegen viel zu sehr, wirkt unpassend aufgesetzt und schlägt zudem die Tür für eine denkbare Fortsetzung zu. Nicht dass findige Drehbuchautoren die nicht wieder aufmachen könnten.

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Der kritische Aspekt gegenüber den neuen Medien ist eher verhalten umgesetzt, auch wenn die „taz“ davon spricht, dass der Film „Online-Games und die Mobstruktur von Social Media“ kritisiere und diese „aus der Perspektive des Films als Drogenvarianten dargestellt“ würden. Das ist durchaus richtig, nur muss man diese Aussage des Films auch wahrnehmen wollen, denn letztendlich werden die Möglichkeiten der Vernetztheit in NERVE doch als ziemlich cool dargestellt. Vermutlich ist die Buchvorlage hier konsequenter.

Bei der filmischen Umsetzung hat man dem Inhalt Rechnung getragen, indem immer wieder die Handy-Displays ins große Filmbild eingeblendet werden oder per „Fähnchen“ (wie bei Google Maps) die Positionen der Spieler in der Stadt angezeigt werden. Dazu ist das Ganze in einen wahre (Neon-)-Farbenpracht getaucht, die auf Blu-Ray besonders gut zur Geltung kommt.

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FAZIT
Wirkungsvoller und temporeicher Teen-Thriller, der sein kritisches Potenzial nicht zu sehr strapaziert und einige Fragen offen lässt.

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