Night Fare – Bezahl mit deinem Leben

Night Fare CoverOriginaltitel: Night Fare
Daigoro Films, Gravity Films, Greenlight Films, P.I.G. China, Frankreich, 2015
Tiberius Film, München, 10. November 2016
1 DVD im Amaray Case, Horror/Thriller/Slasher, EAN: 4041658120807, ca. 78 Minuten
Sprache / Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS), keine Untertitel
Bild / Auflösung: 2,35:1 (16:9)
Altersfreigabe: FSK ab 18
Regie: Julien Seri
Drehbuch: Julien Seri, Cyril Ferment, Pascal Sid
Idee: Tarubi
Darsteller: Jonathan Howard, Fanny Valette, Jess Liaudin, Jonathan Demurger
Musik: Alex Cortés
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STORY
Chris (Jonathan Howard), der einige Jahre zuvor einfach aus Paris abgehauen ist, kehrt nun in die französische Hauptstadt zurück, wo ihn sein Kumpel Luc (Jonathan Demurger, DIE SCHÖNE UND DAS BIEST) und seine Ex Ludivine (Fanny Valette, HIGH LANE, SPIRAL) erwarten. Nach einer Party nehmen Luc und Chris zu vorgerückter Stunde ein Taxi, verschwinden jedoch nach der Fahrt, ohne den Fahrer zu bezahlen. Doch der Taxifahrer (Jess Liaudin) lässt sich nicht so leicht abschütteln. Immer wieder taucht das Taxi in der Nähe der Freunde auf und verfolgt sie auf den nächtlichen Straßen von Paris. Und der Fahrer geht für begangenes Unrecht buchstäblich über Leichen.

Night Fare Szene 3

MEINUNG
Die Werbezeile, die NIGHT FARE als Mischung aus DRIVE und MANIAC beschreibt, ist nicht allzu weit hergeholt. Der Fahrer scheint ein Psychopath zu sein, dem es gar nicht mal so sehr um das Geld geht, um das er geprellt wurde. Vielmehr scheint er der Ungerechtigkeit und dem Verbrechen an sich einen blutigen Kampf angesagt zu haben. So ist der Moment, in dem er einen Unschuldigen verschon, nachdem er zuvor eine ganze Gruppe Dealer mit einem Katana (japanisches Langschwert) auseinander genommen hat, auch für den Zuschauer einigermaßen überraschend. Der Fahrer scheint einer bizarren Mission zu folgen und sieht sich als Geschworener, Richter und Henker in einer Person. Ein origineller Ansatz, der für anhaltende Neugierde beim Zuschauer sorgt, wo sich ein „normaler“ Slasher-Film schon längst in seinen dramaturgischen Möglichkeiten erschöpft hätte. Doch NIGHT FARE baut sogar schon vorher subtile Spannung auf, denn das Verhältnis zwischen Chris und Luc ist nicht so innig, wie man es erwarten würde. Auch Ludivile trägt dazu einiges bei. Sie und Chris waren dabei, ein Paar zu werden, als er ohne Erklärung verschwunden ist; warum erfährt man später im Film, was dann mit einer drastischen, gut platzierten Wendung einhergeht. Nun ist Ludivile mit dem unberechenbaren Luc zusammen, der sie allerdings wie Scheiße ehandelt. So wird der geplante Party-Abend zumindest für Chris von vorneherein zu einem nervösen Eiertanz. Und ausgerechnet jetzt, auf der Flucht vor dem Killer, sprießen die zarten Bande zwischen ihm und Ludivile wieder.

Night Fare Szene 2

So ist NIGHT FARE eins der seltenen Beispiele dafür, dass sogar der Slasher-Film noch einige Überraschungen auf Lager haben kann.

In einer absolut stilbrechenden Sequenz (Zeichentrick!) wird schließlich auch die Motivation des Taxifahrers für sein Tun erklärt. Dies öffnet am Ende eine ganz neue Tür für eine mögliche Fortsetzung. Hier ist durchaus eine Filmreihe in THE PURGE-Dimensionen denkbar.

Ach ja, trotz des offenbar überschaubaren Budgets ist das Ganze doch ziemlich schick gefilmt und erinnert in einigen Szenen, mit den Elektro-Klängen von Alex Cortés (EDEN LOG, MARTYRS, RED NIGHTS), tatsächlich an Nicolas Winding Refns DRIVE. Die Schauspielerinnen und Schauspieler sind gut ausgesucht und wirken durch die Bank überzeugend in ihren Rollen. Den Taxifahrer mimt der Mixed Martial Arts Kämpfer und Stuntman Jess Liaudin, der die notwendige Physis und Ausstrahlung für die Rolle mitbringt.

Night Fare Szene 1

FAZIT
Zunächst befährt NIGHT FARE bekannte Pfade, steigert aber nach und nach sein Überraschungspotenzial und entwickelt sich damit zu einem kleinen Geheimtipp für Genrefans.

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