Humanoid – Der letzte Kampf der Menschheit

cover_detailOriginaltitel: 2307: Winter‘s Dream
ULTRAMEDIA, Thorium 7 Films, Good Deed Entertainment, Kenneth K. Martinez Burgmaier Films, Platinum Platypus, USA, 2016
Ascot Elite Entertainment Group / Ascot Elite Home Entertainment, Zürich, 19. Mai 2017
1 DVD im Amaray Case, Science-Fiction/Action/Drama, EAN: 0889854123093, 90 Min, 12,99 EUR
Sprachen/Ton: Englisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Untertitel: Deutsch
Bildformat: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Altersfreigabe: FSK ab 16
Regie & Drehbuch: Joey Curtis
Story: Paul Sidhu
Darsteller: Anne-Solenne Hatte, Paul Sidhu, Branden Coles, Arielle Holmes, Kelcey Watson
Musik: Joachim Horsley
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STORY
Im Jahr 2307 ist die Oberfläche des Planeten Erde von Schnee und Eis bedeckt. Es herrschen Temperaturen bis -60°C. Eine Katastrophe hat 75% der Menschheit ausgerottet, die Nachkommen der Überlebenden leben mehr schlecht als recht unter der Erde. Als Dienerrasse und für Arbeiten an der Oberfläche hat man Sklaven gezüchtet, sogenannte Humanoiden, die die Temperaturen an der Oberfläche aushalten. Jahre zuvor kam es in einem Labor, in dem die Humanoiden entwickelt wurden, zu einem Aufstand der künstlichen Menschen, von denen einige unter der Führung von ASH-393 fliehen konnten. Dabei wurde unter anderem die Frau und das ungeborene Kind von Commander Bishop getötet. Fünf Jahre später gibt es Anzeichen, dass die Humanoiden unter ASHs Führung eine Revolte gegen die Menschen planen. Außerdem erfährt Bishop, dass seine Tochter nicht tot ist, sondern damals von ASH entführt wurde. Mit einem Trupp Soldaten macht er sich auf den Weg, ASH-393 und seine Tochter in der Eiswüste zu finden.

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MEINUNG
Weder dass die Erde der Zukunft ein Eisplanet ist, noch, dass ein Trupp Soldaten gegen wildgewordene Roboter vorgehen muss, die gegen ihre Schöpfer rebellieren, ist nun besonders neu zu nennen. Zusätzlich tut sich HUMANOID anfänglich schwer, eine Story in Gang zu bringen. Zu sehr und nur wenig erfolgreich setzt man zunächst darauf, Bishops psychischen Absturz nach dem Tod seiner Familie zu illustrieren. Dazu müssen einige pseudocoole Psycho-Lichteffekte herhalten, die aus den 1980ern stammen könnten. Das Ganze bleib relativ wirkungslos, da der Zuschauer noch überhaupt keine Beziehung zu der Figur entwickelt hat.

Nachdem man dem ehemaligen Sonderpolizisten endlich einen schönen Köder ausgelegt und ihn mittels Impfung zumindest für einige Zeit temperaturunempfindlich gemacht hat, geht es also mit einer Handvoll Sprücheklopfern an die eisige Oberfläche auf Humanoidenjagd. Die Dialoge der Truppe an dieser Stelle kann man getrost vergessen und es kommt schon bald zum Zusammentreffen mit einigen Humanoiden, die erst das Fahrzeug der Soldaten lahmlegen und dann die Gruppe immer weiter dezimieren, bis nur noch Bishop übrigbleibt, der nun auf sich alleine gestellt ist. Bishops Vorgesetzte verweigern die Evakuierung und flugs wird noch eine „Todeszone“ ausgerufen, in der der die Waffen nicht funktionieren. Erst ab hier wird wirklich Sympathie für die Hauptfigur aufgebaut und der Film rappelt sich insgesamt deutlich. Bishop findet neue Verbündete und Hinweise, wo sich ASH-393 aufhält. Zusätzlich erfährt er, dass er als Bauernopfer herhalten soll, was dem Film merklich auffüttert.

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Das Zusammentreffen mit seinem Todfeind gestaltet sich schließlich gänzlich anders, als Bishop, und auch der Zuschauer, sich das vorstellen. Hier gewinnt HUMANOID nochmals deutlich an Substanz und der sichtbar kostengünstige Produktionsstandard spielt endgültig keine Rolle mehr. Dass es bei einer guten Story gar nicht so sehr auf das Exterieur ankommt und auch das Wäldchen um die Ecke eine hinreichend brauchbare Kulisse darstellt, haben jüngst auch KILL COMMAND und MACHINE WARS bewiesen.

Was Cast und Crew angeht, sucht man bekannte Namen vergeblich und was vor der Kamera geboten wird ist nicht gerade preisverdächtig. Auch die Effekte und die Masken scheinen schon einige Jährchen auf dem Buckel zu haben. Das Hauptproblem des Films ist jedoch, dass er nach einem unrunden Start etwas zu spät seine endgültige Richtung findet. Joey Curtis und Paul Sidhu hatten offenbar eine klare Vision für einen ganz ordentlichen B-Kracher mit glaubhafter emotionaler Ebene. Einige Glättungen und Straffungen hätten dem Drehbuch jedoch gut getan.

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FAZIT
Unfreiwillig halbgarer SF-B-Actioner, der den Zuschauer leider erst spät auf seine Seite zieht.

 

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