The Girl with all the Gifts

The_Girl_with_all_the_Gifts_DVD_Standard_889854184698_2D.600x600Originaltitel: She who brings gifts
Poison Chef, BFI Film Fund, Altitude Film Entertainment, Creative England, Großbritannien, 2016
Universum Film, München, 30. Juni 2017
1 DVD im Amaray Case, Horror/Thriller/Drama/Science Fiction, ca. 107 Min., EAN: 0889854184698
Altersfreigabe/FSK: 16
*
Bildformat: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Sprachen/Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Untertitel: Deutsch
Regie: Colm McCarthy
Drehbuch Mike Carey
Nach dem Roman DIE BERUFENE von Mike Carey (als M.R. Carey)
Darsteller: Gemma Arterton, Paddy Considine, Glenn Close, Sennia Nanua
Musik: Cristobal Tapia de Veer
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STORY
Eine Pilzinfektion hat den Großteil der Menschheit in Wilde verwandelt, die willenlos ihrem Appetit nach menschlichen Fleisch folgen. Wissenschaftler arbeiten unter dem Schutz des Militärs fieberhaft daran, einen Impfstoff zu entwickeln. Hoffnung könnte eine Gruppe von Kindern sein, deren Mütter während der Schwangerschaft infiziert wurden. Die Kinder sind eine Art Zwitter, die ein normales Verhalten aufweisen, solange die Menschen in ihrer Umgebung einen speziellen Geruchsblocker verwenden. Erst der Menschengeruch lässt sie zu reißenden Ungeheuern werden. Als der Militärstützpunkt von den Hungries überrannt wird, können sich das Mädchen Melanie (Sennia Nanua), die Lehrerin Helen Justineau (Gemma Arterton), die Wissenschaftlerin Caroline Caldwell (Glenn Close) und einige der Soldaten retten, die sich nun den Weg nach London erkämpfen müssen.

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MEINUNG
Eine Gruppe Kinder, die an Rollstühle gefesselt und unter Waffenschutz aus ihren Zellen zum Schulunterricht gebracht werden. THE GIRL WITH ALL THE GIFTS beginnt mit diesen verstörenden Bildern. Eine Empfindung, die sich noch verstärkt, als Sgt. Parks (Paddy Considine) ein kleines Experiment mit den Kindern startet. Fast nur nebenbei erfährt man kurz darauf, dass diese Welt eine Welt der Zombies, hier Hungries genannt, ist, die den Militärposten eingekreist haben und unaufhörlich die Zäune attackieren. Auch die Schulkinder sollen solche Bestien sein, die bei erster Gelegenheit den Menschen die Kehle herausreißen würden. Eine Behauptung, die durch das Verhalten der jungen Melanie komplett untergraben wird. Sie schnallt sich selbst im Rollstuhl an, ist höflich zu den Soldaten, die ängstlich die Waffen auf sie richten, wissbegierig im Unterricht und sogar bereit, sich selbst zu opfern, bevor einer ihrer Mitschüler zu einem weiteren Versuchskaninchen für Dr. Caldwell wird. Doch natürlich menschelt es auch in dieser Welt und Ms. Justineau baut ein emotionales, sogar mütterliches Verhältnis zu Melanie auf. Und ebenso natürlich ist Melanie eine solche Bestie, was sie im Chaos, als das Lager von den Infizierten überrannt wird, beweist. Doch rettet sie damit auch ihrer Lehrerin das Leben. Eingeschlossen in ein Militärfahrzeug bleibt der zusammengewürfelten Gruppe nur die Flucht über das Land, wo überall die Hungries lauern können.

Von Beginn an ist die Gruppe uneins. Helen Justineau will Melanie um jeden Preis beschützen, Dr. Caldwell sieht in ihr nur ein Forschungsobjekt, dass man besser gleich als später aufschneidet. Sgt. Parks ist vom Misstrauen gegenüber Melanie förmlich zerfressen; warum, erfährt man am Ende des Films. Doch auch die anderen Figuren offenbaren im Verlauf der Handlung weitere Facetten, die Verständnis wecken. Es gibt hier kein nur gut oder nur böse.

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Das alles ist von Colm McCarthy (SHERLOCK, PEAKY BLINDERS) in einer brillanten Mischung aus Spannungsmomenten, emotional aufwühlenden Szenen und fast meditativen Bildern realisiert, die den Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle stürzen. Als einen der stilistischen Einflüsse gibt der Regisseur Gareth Edwards MONSTERS an, der eine ganz ähnliche Mischung bietet. Auch das verfallene und teilweise bereits pflanzenüberwachsene London (in den Luftaufnahmen gedoubelt von der Tschernobyl-Geisterstadt Pribyat) bietet einige optische Highlights. Wie Salzsäulen säumen hier die Hungries die Straßen und unsere Helden müssen sich dazwischen bewegen, ohne bemerkt zu werden, das reinste Mienenfeld. Es herrscht Suspense pur und ein fast klassisches Western-Feeling. Zusätzlich ist die Gruppe immer mehr auf Melanies Hilfe angewiesen, die ihrerseits immer stärker kämpfen muss, um ihren Appetit nach Menschenfleisch zu unterdrücken.

Hier merkt man, dass Autor Mike Carey ein Profi ist und als Autor unter anderem auf eine erkleckliche Anzahl an Comicheften (LUZIFER, HELLBLAZER, DIE BÜCHER DER MAGIE, THE UNWRITTEN) zurückblicken kann. Das Drehbuch zu THE GIRL WITH ALL THE GIFTS hat er nach seinem eigenen, gleichnamigen Roman (dt. DIE BERUFENE) verfasst.

Tatsächlich kann es auch im Jahr 2016 noch, dem Zombiegenre neue Impulse abzugewinnen. Nämlich wenn es gelingt, den Zuschauer emotional zu packen. Dies passiert hier sehr clever und eindringlich, indem über die Figur Melanie komplett widersprüchliche Informationen gesendet werden. Da muss sich Sennia Nanua nicht vor ihren erfahreneren Kolleginnen verstecken. Die Jungschauspielerin ist der absolute Star des Films.

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FAZIT
Großartig emotionale Tour de Force, das sowohl die Figuren wie auch die Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle stößt und dies mit fantastischen Bildern begleitet.

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3 Kommentare

  1. Ich fand den Film genial, nicht nur wegen den neuen Inpulsen im Zombie – Genre.
    Es wird eine interessante sichtweise erzählt und das Ende ist so cool und auch passend.

    • Ich hatte nur gehört, eine neue Richtung im Zombie – Genre und deswegen hatte ich mir den Film angesehen.
      Das nenne ich eine sehr positive Überraschung, was man zu Gesicht bekam.
      Die Endszene war irgendwie megageil.

      Z Nation hat mich auch überzeugt als Zombie – Serie, da sie sich nicht völlig ernst nimmt. Und „Der Murphy“ ist einfach spitze! 🙂

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